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Stories-Startseite | Über Südstern-Stories | © Südstern Stories 2017

"Wer weiß denn schon, wer wir Südtiroler wirklich sind?"

Ich weiß nicht, ob wir Südtiroler besonders von der Frage nach unserer Identität besessen sind weil wir zwischen zwei Kulturen aufwachsen, im Grunde davon überzeugt sind, dass keine der Beiden unserem Wesen gerecht wird und dadurch irgendwie in einem identitätsmäßigen Niemandsland sitzen. Vielleicht aber auch nur, weil wir so häufig schräge Blicke ernten, wenn wir erklären, dass im hohen Norden Italiens auch deutsch gesprochen wird. Aber wer weiß denn schon - außer vielleicht dem Schützenkommandanten -  wer wir Südtiroler denn wirklich sind, und falls uns das jemand sagen könnte, würden wir uns darin überhaupt gefallen? 

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"Anstatt neue Grenzen zu schaffen, sollten wir bestehende öfters überschreiten"

Objektiv gesehen ist Südtirol seit bald hundert Jahren im falschen Land. Jedes Mal wenn mir der nett sein wollende Zollbeamte an der Passkontrolle am Flughafen mit einem lauten „Buongiorno!“ und einer eigentlich für einen anderen Ausdruck vorgesehenen Handbewegung die Drehtür zum jeweiligen Staat öffnet, auf dessen Boden ich gerade gelandet bin, ruft es mir mindestens ein genervtes Stirnrunzeln hervor. Wie wagt er es, von meinem Pass auf meine Muttersprache zu schließen! Aber, was bin ich denn? Tiroler, Italiener, Österreicher oder gar Deutscher? Seit ich nicht mehr in Südtirol lebe muss ich mal als der eine, mal als der andere herhalten.

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"Nicht vor Unterschieden zurückschrecken, sondern aus der Vielfalt lernen"

"Ma lei, con i suoi amici, in che lingua parla? E in che lingua sogna?" Ich erinnere mich noch gut an die Fragen, die mir die Mitglieder der Prüfungskommission gestellt haben, als ich meine grüne Identitätskarte bei der Aufnahmeprüfung an der Uni vorgezeigt habe. Natürlich war ich eher auf andere Fragen vorbereitet, aber irgendwie muss man wohl als Südtiroler in den ungewöhnlichsten Situationen damit rechnen, darauf angesprochen zu werden.

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"Von klein auf stand ich in Südtirol zwei Kulturen gegenüber"

Während meiner mittlerweile 15 Jahre im Ausland habe ich unzählige neue Kontakte geknüpft und mein persönliches Netzwerk erweitert. Im privaten Umfeld,  im sportlichen Umfeld und ganz besonders im beruflichen Umfeld habe ich festgestellt, dass eine persönliche Verbindung eine wertvolle Grundlage für eine gute Zusammenarbeit ist. 

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"Meine Südtiroler Identität ist nur eine von vielen"

Lange Zeit habe ich meine Südtiroler Identität abgelehnt. Ich wollte weg, möglichst weit und alles südtirolerische hinter mir lassen. Zum Watten treffen beim Stammtisch in München? Auf keinen Fall. Jedes Wochenende heimfahren? Noch weniger. Ich wollte meine Herkunft am liebsten ablegen, zugunsten einer globalen Großstadtidentität. Hätte eine internationale Staatsbürgerschaft existiert, ich hätte meine, ohne zu zögern, aufgegeben. Denn ich dachte, man könne nur eine einzige Identität besitzen.

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Nach neuen Identitäten suchen, ohne alte zu verlieren

In den letzten zwei Jahrzehnten hat die „Generation Y“,die digitale Vernetzung global vorangetrieben und dadurch unzählige Barrieren unserer Gesellschaft durchbrochen, sowie neue Identitätsmodelle kreiert. Politische Systeme wurden gestürzt, neue ökonomische Modelle und Unterhaltungsmethoden formuliert und der Zugang zu Wissen wurde demokratisiert. 

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"Wir haben die große Chance in einem Grenzland zu leben in dem wir aus verschiedenen Kulturen das Beste aussuchen können"

„Woher kommst du?“ Dies ist wohl die mir am häufigsten gestellte Frage. Je nachdem wo ich mich befinde ist die Antwort Europa oder Südtirol. Das spart Zeit. Doch leider geben sich nicht alle mit „Europa“ zufrieden. Um den verwirrten Blick zuvorzukommen, wenn ich mit deutschem Akzent „Italien“ sage, fällt meine Antwort meistens etwas länger aus. Als was ich mich denn fühle? Südtiroler. Gleichermaßen Trentiner wie Nordtiroler, aber weit weg vom italienischen oder deutschen Klischee. Doch wer versteht das schon. 

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Ich bin Südtirolerin mit deutscher Muttersprache und italienischem Pass

Ciao! Mit diesem Gruß haben wir uns in Südtirol nie verabschiedet. Seit ich in Österreich lebe ist das anders. Ciao höre ich mich immer wieder sagen – ganz automatisch. Und hinten dran häng ich dann oft noch ein Pfiat di. Ich bin ja Südtirolerin. Immer wieder werde ich in Österreich gefragt, als was ich mich fühle. Als Italienerin weil ich in Italien geboren und aufgewachsen bin oder als Österreicherin weil ich mich ja entschieden habe in diesem Land zu leben? 

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Ein Mensch, viel Heimat

Tiroler Widerstandsgeist und smarte Weltläufigkeit können miteinander verbunden werden und Hipster aus Siebeneich haben mit ihren Subkulturkollegen aus New York mehr gemeinsam als mit der Schützenjugend aus dem gleichen Dorf, meint Südstern Gastkommentator Christoph Prantner in seinem Beitrag zur Südstern Serie zum Thema "Identität".

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Südtirols künftige Identität: Brücke für Europäismus und Globalisierung

Was wird die Identität Südtirols sein? Multiethnische Gebiete sind die künftigen Brückenköpfe der Globalisierung, meint “Südstern”-Gastkommentator Roland Benedikter

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