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Der Cityroller in Nottingham

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Susanne von Kempter hat es letztes Jahr in die englische Kleinstadt Nottingham verschlagen. In dieser Ausgabe des Cityrollers verrät uns die gebürtige Sterzingerin, wo man in der Studentenstadt die angesagtesten Lokale findet und wann das größte Bierfestival Großbritanniens stattfindet.



Meine Stadt ist: Die Stadt in England, die am weitesten von jeder Küste entfernt ist und in der Straßen Namen wie „Robin Hood Street" tragen. Angeblich sind die Leute in Nottingham die am besten gekleideten Briten. Nottingham ist eine Studentenstadt: Es gibt zwei große Universitäten. Diesen ist sicherlich nicht zuletzt das große Angebot an Ausgehmöglichkeiten zu verdanken. Im Herzen der Stadt, am Market Square, ist auch immer etwas los. Im Sommer gibt es hier einen künstlich angelegten Strand mit Cocktailbarsund im Winter einen Eislaufplatz und sogar einen Weihnachtsmarkt, der sich durchaus sehen lassen kann.


Mein Lieblingsrestaurant: Für alle Fans der traditionellen, englischen Küche kann ich „Georges Fish And Chip Kitchen “ und „Annie’s Burger Shack“ empfehlen. Viele behaupten, dass es hier die besten Burger der Stadt gibt.


Hier kann man gut feiern: in Hockley – das ist ein Stadtteil mit vielen hippen Lokalen. Eines meiner Lieblingslokale ist das „Jam Cafe“, wo am Wochenende fast immer Live Bands auftreten.




Der Ort, wo ich mich am besten entspannen kann: Im Winter mit einer Tasse Tee in einem gemütlichen Café; im Sommer am liebsten im Wollaton Park, wo man überragt vom Wollaton Castle, das übrigens schon als Filmkulisse für Batman gedient hat, herrlich im Gras liegen kann und mit etwas Glück sogar auf eine Herde Hirsche trifft.


Die totale Touristenfalle: Die meisten Leute kennen Nottingham nur in Verbindung mit Robin Hood, deshalb wird dieses Thema vom lokalen Tourismusverein auch ziemlich stark vermarktet. Für die eigentlich eher überschaubare Anzahl an Touristen, die sich nach Nottingham verirren, gibt es, soweit ich weiß, allerdings keine wirklichen Fallen, in die man hineintappen könnte. 


Mein liebstes Fortbewegungsmittel in meiner Stadt: Ich wohne nicht weit vom Zentrum entfernt, deshalb bin ich eigentlich am liebsten zu Fuß unterwegs.




Über diese sprachlichen Eigenheiten muss man Bescheid wissen: In "Notts", wie die Einheimischen die Stadt gerne nennen, kommt man mit dem üblichen Schulenglisch eigentlich gut zurecht. Natürlich gibt es auch einige für die Region typische Ausdrücke – wie etwa die Bezeichnung „Cob“ für ein belegtes Brot.


Was in keinem Reiseführer steht: Im Sommer findet in Nottingham jedes Jahr das angeblich größte Bierfestival Großbritanniens statt – mit unzähligen Biersorten und Ciders. Sehr lustig und sehr zu empfehlen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das nicht doch vielleicht in einem Reiseführer steht…


Allen Sportfreaks kann ich empfehlen: Eine Wanderung durch das Peak District - die schöne Landschaft ist nicht nur für Sportler allemal einen Ausflug wert.




Das Besondere am Stadtbild ist: Wie wohl in jeder englischen Stadt gibt es auch in Nottingham die typischen roten Backsteinhäuser, gepflegte Gärten und zweistöckige Busse. Das Besondere an Nottingham ist allerdings die Verbindung der Stadt zur Geschichte von Robin Hood, an die man wirklich an fast jeder Straßenecke erinnert wird. Vor dem Nottingham Castle trifft man sogar auf eine lebensgroße Robin Hood Statue.


Hier gibt’s den besten Kaffee: im 200 Degrees; eines meiner Lieblingscafés, das einen sehr guten Kaffee anbietet, der meiner Meinung nach sogar mit einem echten italienischen Espresso mithalten kann.


... und die besten Snacks für zwischendurch: selbstverständlich Cream Tea mit leckeren Scones als kleine Stärkung am Nachmittag.




Mein perfekter Abend: Je nach Lust und Laune, ein Folk/Indie-Rock Konzert, ein Pub-Quiz mit Freunden oder ein Sunday Roast Dinner in einem der zahlreichen Pubs.


Übernachtungstipps: Am besten ein Zimmer via Airbnb buchen – auf diese Weise lernt man gleich nette Leute aus der Umgebung kennen und man bekommt viele tolle Insider-Tipps. Ansonsten würde ich Ausschau nach einem netten Bed & Breakfast halten.


Hier kaufe ich am liebsten ein: Chocolate Utopia – der Name spricht glaub ich für sich.



Redaktion: Alexander Walzl