Den Südstern-Fragebogen ausgefüllt hat: Maximilian von Aufschnaiter

Donnerstag, 09.04.2026
Von Bozen nach Berlin – und aktuell zum Onboarding in Paris: Maximilian ist jemand, der seinen Weg nicht bis ins Detail plant, sondern einfach losgeht. Heute baut er als Founding Marketing Manager ein Unternehmen von Grund auf mit auf und lebt zwischen Großstadt, neuen Herausforderungen und dem Gefühl von zwei Heimaten. Was ihn antreibt? Neugier, Mut und die Überzeugung, dass Glück nicht im Ankommen liegt, sondern im Tun selbst. Seine Geschichte ist geprägt von Aufbruch, Lernen und dem Vertrauen, dass Klarheit entsteht, wenn man den ersten Schritt macht.

 

 

Erzähle uns in ein paar Sätzen, was du gerade machst…
Ich habe zweieinhalb Jahre für Invesdor gearbeitet, eine Impact-Investment-Plattform im Fintech-Bereich. Aktuell bin ich in Paris zum Onboarding und widme mich meiner neuen Herausforderung. Ich starte als Founding Marketing Manager Germany bei Pennylane. Das Unternehmen kommt aus Frankreich, hat gerade 200 Millionen Dollar eingesammelt und expandiert jetzt nach Deutschland. Ich bin der erste im Marketing und darf den Aufbau von Anfang an mitgestalten.

 

Ich lebe in…
Berlin. Genauer gesagt im Prenzlauer Berg, wo ich vor 9 Jahren gemeinsam mit meinem Zwillingsbruder Manuel gelandet bin.

 

Was macht die Gegend aus?
Der Prenzlauer Berg liegt im Norden Berlins. Es ist sehr kiezig, mit tollen Cafés, dem Mauerpark und einer Nachbarschaft, die sich wie ein Dorf anfühlt. Berlin ist gleichzeitig eine riesige Inspirationsquelle. So viele verschiedene Menschen, so viele unterschiedliche Geschichten. Das zeigt sich in der Kunst, in der Gastronomie, überall. Wer mal in der U8 gefahren ist, kennt aber auch die andere Seite Berlins. Beides gehört dazu.

 

Dein liebster Platz?
In Berlin ist es der Helmholtzplatz. Als ich mit meinem Zwillingsbruder Manuel nach Berlin gezogen bin, sind wir dort gelandet. Wir haben im Café Liebling gearbeitet, die Gegend kennengelernt, Menschen getroffen, die heute noch meine engsten Freunde sind. Es hat sich da so ein kleines Dorf in der Großstadt gebildet.

Ein anderer Ort, den ich sehr liebe, ist das C/O Berlin. Ein Fotografiemuseum, das ich immer wieder gerne besuche. Mit coolen jungen Fotografen.

In Südtirol bin ich am liebsten zuhause. Im Garten meiner Familie in Bozen. Und dann am Montiggler See bei Eppan. Mitten im Wald. Dort habe ich sehr viele Sommer verbracht.

 

Kochen oder essen gehen?
Kochen

Welcher Rat hat dein Leben verändert?
Ich habe den Rat von einer Person bekommen, die mir gesagt hat: Wenn du nicht weißt, wohin der Weg führt, hör auf nachzudenken und fang an. Klarheit kommt nicht aus dem Kopf. Sie kommt, wenn man losgeht und Dinge ausprobiert.

 

Was fehlt dir zum Glück?
Ich glaube, wer das Gefühl hat, dass immer etwas fehlt, wird es schwer haben, glücklich zu werden. Es gibt keinen Weg zum Glück. Glück ist der Weg. Die Freude liegt im Tun selbst, nicht im Ankommen. Wer das verinnerlicht hat, dem fehlt nichts.

 

Was ist Heimat für dich?
Heimat ist für mich ein Gefühl. Mittlerweile habe ich zwei davon. Berlin ist meine Wahlheimat, die Stadt, die ich mir selbst ausgesucht habe. Aber wenn ich nach Bozen komme, ist es etwas anderes. Es ist dieses Nach-Hause-kommen.

 

Was ist dein größtes Talent?
Fußballspieler. Ich habe von klein auf gespielt und mir nichts anderes vorstellen können. Irgendwann wurde dann klar, dass es für eine Profikarriere nicht reichen würde. Aber die Liebe zum Fußball ist bis heute geblieben.

Womit hast du dein erstes Geld verdient?
Wir hatten eine riesige Nachbarschaft in Bozen. Gefühlt 20 Kinder auf einem Fleck. Jede Familie hatte irgendwas im Garten. Weinreben, Gemüse, Pflanzen. Irgendwann haben wir einen Verkaufsstand vor dem Haus aufgemacht. Traubensaft, Obst, Gemüse, Pflanzen vom Nachbarn. Das Geld haben wir sofort in Zitroneneis gesteckt. Das war noch in Lire. Und ich erinnere mich noch genau, wie stolz wir waren.

 

Wenn schon Smalltalk, dann am besten über…
Warum der Winter in Berlin so lang ist :D

 

Was inspiriert dich?
Menschen, die ihren eigenen Weg gegangen sind. Orte, die man noch nicht kennt. Gespräche, bei denen man danach anders denkt als davor.

 

Was war deine größte Herausforderung bis jetzt?
Ich habe Soziale Arbeit studiert und bin dann ins Marketing gewechselt. Ein komplett neues Feld, ohne Studium im Hintergrund. Ich habe viele Wochenenden damit verbracht, neue Dinge zu lernen. Es war nicht immer einfach, und ich habe auch damit zu kämpfen gehabt, an mich zu glauben. Aber sobald man etwas gefunden hat, für das man brennt und das einen erfüllt, entwickelt man eine unglaubliche Motivation.

 

Hast auch du eine Geschichte zu erzählen?

Die Teilnahme ist einfach:

In nur drei Schritten wird auch deine Geschichte veröffentlicht. Worauf wartest du?

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